Vom Smartphone zur Gleitsichtbrille

Vom Smartphone zur Gleitsichtbrille

Wie digitale Kleincomputer unser Sehverhalten ändern.

markus spiske@flickr CC-BY
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Noch vor wenigen Jahren wurde die beginnende Alterssichtigkeit (ab dem 40. Lebensjahr) beim klassischen Lesen wahrgenommen. Heute ist primär die eingeschränkte Sicht auf Handy und Smartphone das erste spürbare Anzeichen. Die ständige und spontane Nutzung - beim Einkaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Spazieren gehen - macht die Verwendung einer klassischen Lesebrille praktisch unmöglich, da neben dem Handy auch jedes Mal die Brille gezückt werden müsste. Damit wird die zu jeder Zeit nutzbare Nahkorrektur einer Gleitsichtbrille zur praktischen Notwendigkeit. Der unsichtbar eingeschliffene Lesebereich ermöglicht in jeder Lebenssituation die scharfe Sicht im Nahbereich und damit auch die komfortable Bedienung von Smartphone und Handy.

Ergo Nahglas wird zur Raum-Wunderbrille
Die technischen Bezeichnungen „Access" und „Ergo" sind für Brillenkunden missverständlich und geben wenig Auskunft über die Funktion dieser Nahkomfort-Gläser. Da diese speziellen Brillen neben dem Lesebereich auch die Mitteldistanz korrigieren, sind sie ideal für alle Tätigkeiten im Büro oder zu Hause. Damit ist die Bezeichnung Raum-Wunderbrille für jeden Kunden nachvollziehbar, der bis dato eine herkömmliche Lesebrille getragen hat, die nur auf eine Entfernung von 40cm korrigiert.

Raum-Wunderbrille
Speziell im beruflichen Bereich aber auch privat benötigt man oftmals eine Brille, mit der auch weiter entfernte Objekte wie z.B. Computerbildschirm, Telefon oder gegenübersitzende Personen scharf gesehen werden können. Hier bieten sogenannte Nahverlauf- oder Nahkomfortgläser die ideale Losung. Bei solchen Brillen wird der untere Bereich auf die notwendige Lesedistanz von 40cm und der obere Bereich für weiter entfernte Dinge im mittleren Fernbereich (zirka 1m) eingeschliffen. Der Übergang wird unsichtbar ausgearbeitet.

Gleitsichtbrillen
Gleitsichtbrillen sind ideal für Menschen, die ihre Brille den ganzen Tag lang tragen und zum Lesen eine Nahstärke benötigen. Diese Brille korrigiert im oberen Bereich die Fernstärke (ab im), in einem kleinen Übergangsbereich die Distanzen zwischen 40cm und im sowie im unteren Bereich die Nahstärke für 40cm. Im Prinzip wird die Brille beim Blick nach unten verlaufend stärker bzw. bei Kurzsichtigen verlaufend schwächer. Dieser Umstand erfordert eine gewisse Blick-Disziplin. die in den ersten Tragestunden eine Gewöhnungsphase mit sich bringt. Diese Brillen bieten zwar eine Allroundlosung, sind jedoch für längeres Arbeiten z.B. vor dem Computer nicht ideal. Hier sollte zusätzlich eine Nahkomfortbrille/Raum-Wunderbrille getragen werden.

erstellt am 20.08.2015 | letzte änderung am: 17.08.2019 | Stichwörter: Gläser Smartphone Raum Wunderbrille Gleitsichtbrille Sehverhalten